Über unser Projekt

Солнечная панель

In den letzten Jahren hat sich weltweit eine Art stille Revolution in der Solarenergie vollzogen: In vielen Regionen auf der Welt ist die Stromerzeugung mit Solarenergie günstiger geworden als die Stromproduktion aus traditionellen Energiequellen. Das hat dazu geführt, dass in den letzten 10 Jahren weltweit mehr neue Kraftwerke mit Solarenergie gebaut wurden als Kraftwerke mit Öl oder Gas oder anderen Energiequellen. Russland hat auch viele wirtschaftliche Anwendungen für Solarenergie; so ist zum Beispiel die Solarstromerzeugung deutlich günstiger als die Stromerzeugung mit Dieselgeneratoren, die dort immer noch vielfach eingesetzt werden. Solarenergie ist besonders wichtig für Regionen mit isolierten Stromnetzen und für Regionen mit schlecht entwickelten Netzen und schlechter Qualität der Netzinfrastruktur. Solche Orte findet man nicht nur in technologisch isolierten Gebieten Sibiriens und des Fernen Ostens, sondern auch in den Gebieten, die vom zentralen Stromnetz in Russland versorgt werden. Leider haben nicht nur die Leute im hohen Norden Probleme mit der Elektrizität. Solarenergie wird hier als eine gute Lösung gesehen, und es wird immer mehr über ihre Konkurrenzfähigkeit mi den traditionellen Stromerzeugungstechnologien besprochen.

Aber nicht alle Vertreter der jungen Generation haben eine Vorstellung davon, was Solarenergie wirklich ist.

Das Projekt "Solarschulen" gibt den Schülerinnen und Schüler die einzigartige Gelegenheit, zu einem Motor des Fortschritts zu werden, ihren Beitrag zu moderner Technologie und Naturschutz zu leisten und Teil der globalen Bewegung für eine saubere Zukunft, grüne Energie und nachhaltige Entwicklung zu werden. Durch das Studium an den Schulen, die am Solarschulprojekt teilnehmen, werden Schüler*innen und Lehrer*innen zu einem echten Teil der modernen Weltgeschichte und der Zukunft unseres Planeten. Im Rahmen des Projekts "Solarschulen" werden die Photovoltaikmodule zur Stromerzeugung auf den Dächern der Schulen installiert, die Sonnenenergie mit Hilfe moderner Batteriesysteme gespeichert und für verschiedene Anwendungen in der Schule nutzbar gemacht (Beleuchtung, Aufladen von Smartphones etc.). Die Sonne ist eine unerschöpfliche Energiequelle, und nur ein geringer Anteil der Fläche der Welt würde ausreichen, um mit Photovoltaik den gesamten Strombedarf der Welt zu decken - ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt, und vor allem überall zugänglich - vom Südpol bis zur Schmidt Insel!

Ziel des Projekts ist es, Schüler*innen der Schule, Lehrer*innen und Eltern mit dem Konzept der Nutzung erneuerbarer Energiequellen am Beispiel der Photovoltaik vertraut zu machen. Es ist einfach und erschwinglich, der jungen Generation zu zeigen, wie moderne Technik zuverlässig Energie erzeugen und damit Umweltprobleme lösen kann. Schulen mit solchen nachhaltigen Entwicklungskonzepten und positiven Umweltauswirkungen verbinden die Merkmale von Schulen der Zukunft, in denen die Schüler*innen persönlich in die Lehrplan- und Prozessentwicklung eingebunden sind.

Das Projekt "Solarschulen" beinhaltet eine spektakuläre Demonstration der Erzeugung und anschließenden Nutzung von Solarenergie. Zu diesem Zweck werden auf dem Dach jeder Schule Solarpaneele von bis zu 1 Kilowatt, bestehend aus 2 bis 4 Solarmodulen, installiert. Die Batterien werden in der Schule platziert und mit den Solarmodulen verbunden, um Strom aus der Sonne zu speichern. Zur Nutzung der Energie werden Steckdosen installiert. Zusätzlich sind ein Solarwechselrichter, ein Batterieladeregler und ein Überwachungssystem installiert. Das Funktionsprinzip der gesamten Anlage, der Photovoltaikmodule und des Solarenergiesystems im Allgemeinen werden den Schüler*innen im Physikunterricht vorgestellt. In Kleingruppen können die Schüler*innen diverse Miniaturmodelle von Solarkraftwerken selbst zusammenbauen. Im Deutschunterricht werden diverse Lehrfilme über die Solarenergie mit ihrem Nutzen für die Gesellschaft gezeigt.

Das Projekt "Solarschulen" ist jung. Die Idee, das Schuldach mit einer Solaranlage auszustatten, kam dem Geschäftsführer des deutschen Instituts ideas into energy bei einem Besuch des Forums für Erneuerbare Energien im Sommer 2019 in Moskau. Gleichzeitig schlossen sich das Goethe-Institut, der erste Pilotschulteilnehmer der PASCH-Initiative, die Schule 1502 in Moskau, das deutsche Solarunternehmen SOLAR23 und weitere Partner aus Deutschland, der Schweiz und Russland dem Projekt an. Bereits im September 2019 wurden die Solarmodule und die anderen Komponenten in Deutschland auf einen Lastwagen geladen und zur Schule 1502 nach Moskau transportiert. Am 2. Oktober 2019 war die neue Solaranlage auf dem Dach der Schule fertig installiert, wurde feierlich eingeweiht und erzeugt seitdem Strom, den jeder Schüler und jede Schülerin jederzeit nutzen kann.

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt in Moskau wurde das Konzept auf sechs weitere russische Städte und Regionen übertragen und die Projektidee dafür in eine dauerhafte Kooperation zwischen den gemeinnützigen Trägern ideas into energy und der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft" (PASCH) des Goethe-Instituts in Moskau überführt, finanziell gefördert vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Das Vorhaben wird von den Unternehmen eclareon und Solar23 aus Deutschland sowie von den beiden Solarenergiefachverbänden Bundesverband Solarwirtschaft aus Deutschland und der russischen Sektion von EUROSOLAR aus Moskau unterstützt. Die Installation der Solaranlagen in den Regionen wurde von verschiedenen Installateuren ausgeführt, die sich auf die Planung und den Bau von Solarstromanlagen installiert haben.

Das Projekt "Solarschulen" hat bis heute bereits sieben Regionen und Städte in Russland erreicht: Dazu gehören die beiden Städte Moskau und St. Petersburg, die Region Krasnodar (Stadt Krasnodar), die Republik Baschkortostan (Stadt Ufa), das Oblast Kaliningrad (Stadt Kaliningrad), das Oblast Uljanowsk (Stadt Uljanowsk) und das Oblast Samara (Stadt Samara). Sieben Schulen erhielten kostenlos eine Solaranlage installiert, sie erhalten außerdem kostenlos Lehrmaterial zur Solarenergie für den Schulunterricht. Die Physiklehrer*innen und Deutschlehrer*innen werden außerdem in Moskau von Experten für die Solarenergie weitergebildet, um die installierte Solaranlage bestmöglich in den Schulunterricht einzubinden und die Schüler*innen in allen wichtigen Fragen der Solarenergienutzung ausbilden zu können.